Teilnahme am Festumzug

1990 kam die Idee auf am Fastnachtsumzug in Bretzenheim teilzunehmen. Eigentlich habe die Fussballer immer  mit eine Gruppe am Zug mitgemacht. Als Zigeuner zum Beispiel aber gemischt von Jugendspielern bis zu AH Spieler. Eine Riesengruppe.

 

 

Aber Dieter Dalheimer hatte die Vision einen eigenen Wagen zu bauen mit einem übergroßen Fußballschuh darauf, in dem Personen stehen konnten. Monate lang haben Hennes Hinderschied und Richard Baumgärtner den Unterbau für den Fußballstiefel als Draht und Eisen zusammengeschweißt. Dieter und Heinz Ganzert haben den Schuh Form und Farbe gegeben. Es gab eine Toilette im Wagen sowie ein Stromaggregat, dass die Musikanlage mit Strom versorgte. Sogar ein Mikrofon gab es für den Präsidenten damit er Zuschauer begrüßen konnte. Der Schuh wurde im Hof der Hofreite des Posselmann Anwesens in der Wilhemstrasse gebaut. Als man aber den Wagen auf die Straße ziehen wollte, musste man feststellen das der Wagen zu hoch war und nicht unter der gemauerten Bogen der Hofreite hindurch ging. Natürlich hatte Hennes vorher mit einer Dachlatte die Höhe abgemessen aber irgendwie nicht richtig ca. 20-30 cm war der Wagen zu hoch. Es wurde alles Mögliche versucht durchzukommen. Luft aus den Rädern der Rolle zu lassen war erfolglos. Die Verzweiflung war groß den in 2 Stunden fing der Zug an zu laufen. Es musste der Schuh hochgehoben werden um die Pfosten auf dem der Schuh stand zu kürzen. Im Schuh war Platz für 3 Personen, Mebbel als Präsident und seine 2 Zeremonienmeisterinnen Maria Kollmus und Cony Geibel. Und im Wagen seitlich unterhalbdes Schuhs war noch einmal Platz für ca. 5-6 Personen auf jeder Seite. 

 

 

Noch eine Anekdote

Werner Dietz im Stiefel oben, Ecke Bahntrasse Rathausstrasse gegenüber der heutigen Bäckerei Werner, stand ein Freund von Mebbel, de Batitsch Franz. Jetz kam Mebbel in Aktion und griff mit 2 Händen in seine Bonbonkiste um sie seinem Freund zuzuwerfen. Allerdings flog sein Mikrofon mit aus dem Wagen, Franz war ein Handballer fing das Mikrofon und warf es zurück auf den Wagen zu Mebbel. TSG Sportler halt.

 Es gab mehrere Wagen wie auch ein Schiff, ein Eisbärenwagen wo einer im Bett gelegen hat. Für diesen wagen hatte Kurt Eisenack eigens einen Iglu gebaut mit Putzdraht Geflecht und viel Gips Putz darüber, handwerklich vorbildlich. Allerdings war dieser Iglu so schwer, dass man ihn nicht anheben konnte. Es musste also eine Rampe gebaut werden und den Iglu auf den Wagen zu schieben, Kommentar Mebbel, Handwerker hat, verstehst du. das muss schon halten.

Als dann der Fusballschuhwagen an die jüngere Generation abgegeben wurde, bauten die Alten weiter. Diesmal war es ein Stammtisch. Zwei Schaltafeln miteinander  verkettet und Rollen unter die Beine.  Oben ein Stammtischschild angebracht und reichlich Getränke draufgestellt.

 

Die Philosophie des ZCV

Vorträge werden nur von eigenen Leuten gemacht keine Profis. Bekannte Redner aus der Meinzer Fastnachtsszene haben Werner Dietz angesprochen und ihm angeboten kostenlose Vorträge im Bäckergässje zu halten.  Auch Buddy Becker meldete sich kostenlos seien Gesangsdarbietung zu präsentieren. Werner hat alles abgelehnt. Bei uns tritt kein Profi auf. Auch der zutritt für Zuschauer war bei den Sitzungen, eine pro Jahr, eingeschränkt. Es wurden nur Fußballer, bzw. AH Fußballer und deren Anhang reingelassen. Eine Ausnahme bildete der Ortsvorsteher und seine Frau. Auch die Redner kamen ausschließlich aus den eigenen Reihen.  

 

Klaus Gräwe (der blaue Klaus); Helmut Geibel; Edith Diet; Günter Draut und Edith Dietz im Zwiegespräch; Familie Knorze Bembel: Hans Hinderschied, Manfred Lippold, Edith Diet; Wolfram Erdmann; Horst Kollmus; Denis Trier; Uwe Trier; Manfred (Specki) Lippold.

Das Komitee

Die Komiteebesatzung, vorallem der Präsident Werner Dietz, musste fast immer in der 2. Halbzeit ersetzt werden ( Singende Torleute . Ü 40 Lerchen), änderte sich, je nach dem, wer wann seinen Auftritt hatte. Die Zeremonienmeister waren nach 2 bis 3 Sitzungen nur Frauen.

 

Werner Dietz. Ein geschaffter, aber zufriedener und glücklicher Sitzungspräsident nach einer wieder einmal gelungenen Sitzung

Liederhefte

 

Die letzte Sitzung

Auch die letzte Sitzung im Haus St. Georg war limitiert. Jeder der 26 Aktiven hat 7 Karten für seien nächsten verwandten zur Abschlusssitzung erhalten kostenlos und damit war die Sitzung mit 182 Zuschauern ausverkauft. Es war dafür Gedacht, dass die näheren Verwandten und Bekannten die sonst keinen Zutritt zur Sitzung hatten auch einmal sehen konnten was da geboten wird.

Ein bekannter eines Aktiven merkte an, dass er mal gerne auf eine urige Fastnachtssitzung gehen würde: Er hätte gehört die AH Sitzung wäre so super. Ob und wo er da Karten kaufen könnte. Er erhielt folgende Antwort. Nein Karten kannst du nicht bekommen, aber du kannst dich in eine Warteliste eintragen und immer wenn einer stirbt rückst du einen Platz nach. Die Stimmung war hervorragend. Die Halle wäre auch am nächsten Tag noch frei gewesen.

Winfried Schmitt hatte Glück weil jemand der Karten hatte , wegen eines Unfalls nicht hingehen konnte. Als Freund hat er diese an Winni weitergegeben, und Edith Dietz hat ihre Karte auch an Winni gegeben damit seine Frau auch die Sitzung sehen konnte.

Man hätte noch 2-3 weiter Sitzungen durchführen können. Es wurde sogar über Eintritt gesprochen. Für diese letzte Sitzung wurde viel Aufwand betrieben. Die Kneipe Bäckergässchen wurde komplett von Dieter Dalheimer als Hintergrundbild auf der Bühne nachgebaut.

Aber warum hat man aufgehört?

Die treibende Kraft und Hintergrundregisseurin Edith Dietz hat kundgetan, dass sie mit 60 aufhört. Dieter Dalheimer wollte aus Altersgründen aufhören. Edith überzeugte Dieter so lange weiterzumachen bis Edith 60 ist, Dieter hätte dann mit 64 aufgehört.

Da waren aber auch noch so viele mehr, aber die waren weitaus älter und wollten auch aufhören. Die Masse der aktiven wurde 60. 

Gerne hätte sie die Organisation in jüngere Hände gelegt.  Alle Dekos waren vorhanden. Man wollte so einen Art Bauerntheater im Blauen Saal durchführen. Einige Jüngeren wie Rainer Ott, Frank Engelmann und noch einige andere dachten darüber weitermachen Leider wurde nichts Konkretes daraus.

Solange da im kleinen Kreis durchgeführt wurde, kein Eintritt genommen wurde könnte das ganze kostengünstig durchgeführt werden. Keine Saalmiete, keine Gema Gebühren. Natürlich ging während der Sitzungen auch ein Spendenhut durch die Reihen. Damit konnte wenigsten das Dekorationsmaterial bezahlt werden. Bretzenheimer Geschäftsleute und Privatleute haben mit Spenden unterstützt.

Summa summarum lässt sich sagen, der ZCV hat auf seinem Höhepunkt aufgehört.
oder wie Mebbel es formuliert. Als es am schönsten war, haben wir Schluss gemacht.

 

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