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Wir haben einen neuen Vorstand
Die Mitglieder haben im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 15.01.2026 gewählt.
1. Vorsitzender: Dr. Benno Ganser
1. Stellvertreter: Christopher Bley
2. Stellvertreter: Jürgen Waloschek
Schriftführer: Michael Wiegert
Kassierein: Elena Rohe
Beisitzer: Ursula Bell-Köhler, Lars Blasel, Carolin Olivares, Charlotte Schmidt-Liedtke
Kassenprüfer: Jens Linus Lerch, Heiner Stauder
Für ihre langjährige Tätigkeit als Kassiererin und Schriftführerin erhielt Frau Erika Fink ein Präsent und eine Urkunde als Ehrenmitglied des Vereins. Uwe Trier wurde mit einem Präsent verabschiedet, um seine unermüdliche, innovative Arbeit als 1. Vorsitzender zu würdigen. Winfried Schmitt, Gründungs- und Ehrenmitglied, verlässt den Vorstand, dem er in unterschiedlichen Positionen angehört hat. Neben einem Präsent erhielt er eine „Wild Card“, die ihn zum Besuch aller Vorstandssitzungen berechtigt.
Benno Ganser mit Erika Fink und Uwe Trier / Hintere Reihe: Elena Rohe, Charlotte Schmidt-Liedtke, Benno Ganser, Christopher Bley; vordere Reihe: Michael Wiegert, Jürgen Waloschek, Ursula Bell-Köhler, Lars Blasel. Es fehlt: Carolin Olivares
Nostalgie pur - das Café Dang
Eine Fotodokumentation von Jürgen Waloschek mit Bildern von Frau Kristel Kern-Dang
Sie war das unbestrittene Highlight an unserem Tag der offenen Tür im Rahmen des Adventsmarktes und regte viele Bretzenheimer dazu an, alte Geschichten zu erzählen. Jürgen Waloscheks Dokumentation mit ausführlicher Beschreibung basiert auf Ablichtungen der Fotos von Frau Kristel Kern-Dang.
Bereits vor dem 1. Weltkrieg hatte die Familie August Dang eine Bäckerei. Wenig bekannt ist, dass auch eine Landwirtschaft betrieben wurde. Auf dem ältesten Foto von 1913 befindet sich der Eingang noch in der Rathausstraße. Beim Umbau 1926 wurde er in die Bahnstraße verlegt.
Nach Übernahme des Geschäfts durch den Bäckermeister und Konditor Alois Dang und seine Ehefrau Maria wurden neben Brot und Brötchen auch feines Gebäck und Torten angeboten. Das Café im Erdgeschoss wurde eröffnet, etwas später die elegante Terrasse über der Toreinfahrt. Die Landwirtschaft wurde aufgegeben.
Bis 1950 waren alle Schäden, die durch den Luftangriff am 19.10.44 entstanden waren, beseitigt. Das Haus wurde erweitert und modernisiert. Ein Hotel Garni kam dazu.
Winfried Schmitt erinnert sich daran, dass man nach den Spätvorstellungen im Roxy-Kino am Wochenende noch mal ins Café Dang ging, um – so seine Worte – „mit edlen Getränken die Nacht zu versüßen“. Alois Dang hatte sich so einiges von den Mainzer Bars und Clubs abgeguckt.
Zum Leidwesen vieler Bretzenheimer kam es 1968/69 zur Geschäftsaufgabe.
Das Team: Frau Kristel Kern-Dang und Jürgen Waloschek; Frau Kern-Dang in Aktion; Winfried Schmitt, der viele Geschichten zum Café Dang beitragen konnte. Im Hintergrund Benno Ganser und Axel Lischewski.
Bretzenheimer Adventsmarkt 2025 und zum zweiten Mal unser Tag der Offenen Tür - Impressionen
Zwei besondere Highlights: Die von Jürgen Waloschek zusammengestellte Foto-Ausstellung zum Café Dang, gestiftet von Frau Kristel Kern-Dang, und Puppenmöbel aus der Zeit um 1900.
Kristel Kern-Dang mit Jürgen Waloschek; Café Dang auf einer alten Postkarte; Mometaufnahmen.
Veranstaltung am 9. November 2025 am jüdischen Friedhof
zum Gedenken an die Pogromnacht am 09.11.1938
Ansprache unseres Vorsitzenden Uwe Trier
Ein wichtiges Anliegen unseres Vereins ist die Erinnerung und das Gedenken an die grauenvollen Verbrechen, die das Regime der Nationalsozialisten in der Zeit von 1933-1945 auch in unserem Bretzenheim verübt hat. Dazu gehört auch die Reichspogromnacht am 9. November 1938. Zu diesem Anlass hat unser Verein zu einer Gedenkveranstaltung am 9. November 2025 aufgerufen. Zahlreiche Bretzenheimer Bürgerinnen und Bürger kamen zu der Gedenkveranstaltung und folgten der Ansprache von Uwe Trier, dem Vortrag unseres Schriftführers Michael Wiegert mit einem Augenzeugenbericht der damaligen Vorgänge von Wilhelm Schrohe, sowie den abschließenden Worten unseres Ortsvorstehers Manfred Lippold,
Wir erinnern uns an die unmenschlichen Aktionen an diesem Tag, geschürt durch den Nationalsozialismus.
An diesem Tag begann die systematischen Verfolgung von jüdischen Mitbürgern. Nicht zu vergessen auch die Verfolgung von Sinti und Roma, sowie allen Menschen, die nicht den nationalsozialistischen Rassenlehren entsprachen.
Auch in Bretzenheim wurde die Synagoge Ecke Oberpforte und Wilhelmstrasse geschliffen. Dass die Synagoge nicht dem Feuer zum Opfer fiel verdankt diese dem Umstand das andere Häuser zu nahe an der Synagoge gebaut waren, sodass man befürchtete, das Feuer könnte überspringen.
Als Folge wurden in den Jahren danach Menschen aus Ihren Häusern auch in Bretzenheim geholt und in Konzentrationslager gebracht.
Unsere Stolpersteine erinnern an diese Menschen. Ich lese diese jetzt namentlich vor:
- Bäckergasse 5 : Emil & Franziska Lorch, Klara, Theodor & Günther Schloß
- Wilhelmsstraße 51 : Bernhard & Selma Zacharias
- Zaybachstraße 25: Jakob Lorch, Albert & Betty Gerson (hier ist die Fassade mit dem kleinen Schaufenster noch aus der Vorkriegszeit erhalten)
Lassen Sie uns der Opfer in einer Schweigeminute gedenken.
Augenzeugenbericht von Wilhelm Schrohe, ehemaliger Ortsvorsteher von Bretzenheim, über die Pogromnacht am 9. November 1938
Heute am 9. November gedenken wir der 50. Wiederkehr der sog. Reichskristallnacht. Wir mussten erleben, wie plötzlich Menschen unserer Gemeinschaft grundlos gejagt, gepeinigt und ermordet wurden. Zwar war bereits seit der Machtübernahme 1933 das harte Vorgehen der neuen Machthaber gegen Juden und .Andersdenkende überall deutlich geworden. Die daraus resultierende Betroffenheit drängte Menschen, die mit der sogenannten „neuen Ordnung“ nicht konform gingen, aber auch in eine gewisse Resignation. Als Augen- und Zeitzeuge möchte ich die damalige politische Atmosphäre im Ansatz zu deuten versuchen.
In diesem Zusammenhang gilt mein Dank den Bretzenheimer Kirchengemeinden, die zu diesem Anlass einen ökumenischen Gottesdienst abgehalten haben, und dass die im Anschluss zu eröffnende Ausstellung, die sich insbesondere mit der Geschichte der Juden in unserem Stadtteil befasst und an die Reichskristallnacht am 09./10. November 1938 erinnert, hier in der evangelischen Kirche stattfindet.
Der Wunsch, verbrecherisches Tun in Erinnerung zu bringen, daraus zu lernen, daraus seine Schlüsse zu ziehen, ist nicht nur Verpflichtung, sondern auch Grund, die Zukunft besser zu gestalten und Anzeichen für ähnliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Mit dem Ruf „Rache für Paris, nieder mit den Juden“ steigerte man den Antisemitismus und die Judenfeindschaft in den Novembertagen 1938.
Was war geschehen?
Der Sohn Herschel der Familie Grünspan, die 1912 von Polen nach Deutschland eingewandert war, hatte an seinem neuen Wohnsitz in Paris am 7. November 1938 den Legationsrat Ernst von Rath erschossen.
Für die Nazis war dieses gemeine Attentat ein Geschenk des Schicksals. Es war der Beginn der totalen Ausrottung der Juden, verbunden mit der Vernichtung jüdischen Eigentums.
Alle, die dieser Minderheit - Menschen jüdischen Glaubens – angehörten, mussten den zugefügten Schaden und die Beraubung noch selbst bezahlen. Es folgte die Enteignung des Vermögens und Sicherstellung der Versicherungssummen, die bei Schadensfällen hätten ausgezahlt werden müssen. Die physische Vernichtung blieb die letzte Station des eingeschlagenen Weges der Nazis. Dies war ein Rückfall in die Barbarei verbunden mit der systematischen Vernichtung der Juden.
Auch die Bretzenheimer Synagoge Ecke Wilhelmsstraße / Oberpforte - heute steht hier ein Mehrfamilienhaus - wurde Opfer dieses Wahnsinns.
Die Synagoge war ein Kleinod dörflicher Geschichte. Sie wurde am 26. Juni 1788 von dem Mainzer Unterrabbiner Herz David Schauer eingeweiht. Das Gotteshaus wäre in diesem Jahre 200 Jahre alt geworden. Fast unauffällig hat sich die Synagoge dem Straßenbild eingefügt. Sie war umgeben von einer mit Natursteinen gemauerten Einfriedung. Oberhalb der Gaststätte "Kloppstein" war ein kleiner Durchbruch in der Mauer. Von hier aus war der Eingang der Synagoge zu erreichen.
Es war ein relativ kleines Bauwerk und diente den jüdischen Gemeinden Bretzenheim und Finthen. Der letzte Vorsitzende der jüdischen Gemeinden war Willi Wolf, der in den letzten Jahren stets unser Gast war und zwischenzeitlich das hohe Alter von 96 Jahren erreicht hat.
Die Synagoge hatte 34 Sitzgelegenheiten, 16 waren Eigentum der Gemeindemitglieder und 18 wurden jeweils für die Benutzung in der Gemeinde verlost. Ich erwähne diese Details, um die Möglichkeit zu geben, sich von dem Bauwerk und seiner Einrichtung ein Bild zu machen.
Bei der Verwüstung des Innern des jüdischen Gotteshauses war ich zeitweise Augenzeuge des Geschehens. Zu diesem Zeitpunkt war ich 17 Jahre alt. Unser Stadtteil hatte rund 6000 Einwohner, und in Bretzenheim geschah praktisch nichts, was man nicht miterleben konnte oder was nicht durch Gespräche und Informationen vermittelt wurde.
Ich werde allerdings eines nicht tun, dass ich hier Namen von Beteiligten nenne, obwohl ich in der Lage wäre, alle unmittelbaren Verursacher der Schäden namentlich aufzulisten.
Ich möchte auch betonen, dass ich keiner nazistischen Vereinigung angehört und auch nicht im Verdacht stehe, stiller Mitläufer gewesen zu sein. Das ist sicher für einen 17jährigen nicht sein persönlicher Verdienst, da hier die Prägung des Elternhauses bei mir maßgebend war. Jedoch war ich sensibilisiert für all das, was damals geschah. Von daher mag man den Grad meiner Beobachtung messen oder beurteilen, über die ich kurz berichten werde.
Zum Zeitpunkt des Geschehens waren mehrere Bretzenheimer SA-Leute mit einem Scharführer, der hier nicht mehr wohnhaft ist, und einige junge Angehörige der schwarzen SS aus Bretzenheim schon anwesend, als ein Fähnlein des Bretzenheimer Jungvolks, die Ecke Wilhelms- und Röntgenstraße ihre Aufstellung genommen hatten, anmarschierten. Es ist schon eigenartig, dass die Buben im Alter von 12 und 14 Jahren die aktivsten bei der Zerstörung der Inneneinrichtung der Synagoge waren. Einer der Hauptakteure ist im Krieg gefallen, zwei sind noch am Leben, einer in Bretzenheim noch wohnhaft.
Die vorerwähnten drei Hauptakteure haben, nachdem die Türen gewaltsam aufgebrochen waren, die Inneneinrichtung, sämtliche Sessel, Vorhänge und sonstige Möbel und Ausstattungsteile und nicht zuletzt die Thora-rollen auf die Straße an der Oberpforte geworfen. Dieser unmittelbare Straßenteil war übersät von der Inneneinrichtung der Synagoge. Der ältere SA-Mann, der die Aktion leitete, die Aufsicht hatte, .gab immer wieder Weisungen, Teile, die noch nicht kaputt gemacht waren, auch zu zerstören. Unmittelbar danach und auch noch am nächsten Tag wurden die Holzteile gesammelt und auf den Sportplatz an der Martin-Kirchner-Straße gebracht, um dann die Teile im Rahmen einer Belustigung zu verbrennen.
Die Synagoge selbst wurde kein Opfer einer Brandstiftung. Sicher wollte man keinen Kettenbrand auslösen. Das Haus wurde später veräußert und ist in den Kriegsjahren mit Stabbrandbomben zerstört worden.
Wenn man die Aktivitäten der Zerstörer beurteilen will, muss man sich sofort fragen, wieso das Für- und Miteinander in einem Ort wie Bretzenheim in die Brüche gehen konnte. Diese Frage scheint vorrangig zu sein, da hier die braunen Machthaber keinen günstigen Nährboden für ihren Hass auf Juden, Kommunisten und Sozialdemokraten gefunden haben.
Hier darf ich vielleicht einige Vorgänge von Bretzenheimer Begebenheiten vermitteln.
Bedingt durch seine politische Struktur hatte Bretzenheim einen Grad von Besonderheit. Der Stadtteil war ein Arbeiter- und Bauernort. Vor 1933 hatten wir drei namentlich bekannte SA-Leute, die bis zum Zeitpunkt der Machtübernahme im Jahr 1933 sich nie gewagt haben, mit der Uniform durch das Ort zu gehen. Es ist bekannt, dass diese Aktivisten ihre Uniform auf dem Bretzenheimer Friedhof versteckt hatten und sich jeweils dort an- und aus-zogen.
Nach der Machtübernahme durch die Nazis haben dann viele Bretzenheimer zu spüren gekriegt, welcher harte politische Kurs nun freie Fahrt hatte.
Juden, politisch Andersdenkende wurden in Gefängnis und Konzentrationslager verschleppt. Hausdurchsuchungen waren an der Tagesordnung. Nicht wenige Bretzenheimer mussten, um am Leben zu bleiben, emigrieren. Nur so kann man sich erklären, dass Bretzenheimer Bürger, Jugendliche und Schüler sich nicht zu schade waren, sich diesem Kurs anzupassen und mit Gewalt gegen Menschen und Sachen sich beliebt zu machen versuchten.
Ich möchte noch schnell eine Begebenheit vom Tag der Zerstörung der Bretzenheimer Synagoge erwähnen. Neben der Synagoge befand sich die jüdische Metzgerei Zacharias, in die ich noch lange Jahre - fast bis zu der vorgeschilderten Vernichtung der Synagoge - im Auftrag meiner Mutter jede Woche das Suppenfleisch einkaufen ging.
Hier musste ich mit Erschütterung feststellen, dass ein 14-jähriger, dessen Eltern unmittelbare Nachbarn von dieser Metzgerei waren, und der bei der Verwüstung der Synagoge aktiv war, in das Haus Zacharias eingedrungen war und wertvolles Mobiliar und Inventar durch das Fenster auf die Wilhelmsstraße geworfen hat. Ich kann mich noch an die bitteren Tränen von Frau Zacharias erinnern, die mich damals mehr als alles andere geschockt haben.
Man muss sich so einen Vorgang nur einmal in seinem persönlichen Bereich vorstellen, wenn Dritte kämen und würden das in unserer Wohnung machen.
Hier darf an den Göring-Erlass erinnert werden, der sinngemäß sogenannten wahrhaften Deutschen freistellte, Feinde zu bekämpfen, gleich mit welchen Mitteln, und ihnen Straffreiheit zusicherte. Ehrenwerte honorige Bürger wurden zum Schweigen gebracht. Die Pressionen waren in allen Lebenslagen spürbar.
Ein Amtsvorgänger von mir in dieser Zeit hatte damals einen 25jährigen Zimmermann zusammengeschlagen, die Zähne eingeschlagen, weil er mit dem unbeleuchteten Fahrrad die Kirchenpforte herunterkam.
Ein noch lebender Zeuge wird bestätigen können, dass er den Ortsvorsteher um Unterstützung bei der Arbeitssuche angesprochen hat, und der Ortsvorsteher hat ihm einen Strick auf den Schreibtisch geworfen mit dem Bemerkung , er solle sich aufhängen.
Bei Hausbeflaggungen haben unpolitische Bürger rot/weiß geflaggt; bei diesen permanenten Veranstaltungen war der Zwang, aber zumindest eine schwarz-weiß-rote und eine Hakenkreuzfahne am Fenster zu haben. Wer diesem Verlangen nicht nachkam, musste erleben, dass die Fensterscheiben eingeworfen wurde, wie auch bei uns zu Hause.
Diese Erläuterungen gebe ich für anwesende junge Menschen, um damit deutlich zu machen, wie man die Masse Mensch manipuliert und zum Schweigen bringt. Mut war in dieser Zeit nicht gefragt, dieser wurde erst wieder gefordert, als man die jungen Menschen millionenweise sterben ließ. Man müsste annehmen, dass diese Erfahrungswerte von den Alten an die Jungen weitergegeben werden.
Wir machen heute den Versuch, so ein bisschen die Geschichte aufzuarbeiten, um damit zu unterstreichen, wo inhumanes Handeln hinführt, wie Diktatoren Verbrechen legalisieren und gleichzeitig ihre Menschlichkeit unter Beweis stellen wollen.
Lassen Sie mich noch einen Vorgang, der mir in Erinnerung ist, hier erwähnen, der auch auf seine Art ein Spiegelbild der Bretzenheimer Atmosphäre abgibt.
In einer Bretzenheimer Gaststätte, die gleichzeitig auch das Stammlokal der SA des Ortes war, verspürten die braunen Streiter Hunger. Man wollte Würstchen mit Brot. Vorräte in diesem Ausmaß gab es ja damals nicht, und so wurde der Junge des Hauses losgeschickt, Würstchen einzukaufen. Wo ging er hin? In die in der Nähe liegende jüdische Metzgerei. Nachdem die Würstchen verzehrt waren, gab ein SA-Mann bekannt, wo die Würstchen her waren. Das wiederum führte dazu, dass der Wirt seinen Sohn öffentlich züchtigen musste.
Ich habe hier bei diesem Kurzbericht versucht, zu schildern, was ich als Zeit- und Tatzeuge erlebt habe. Ich habe mich bemüht, nichts zu verniedlichen.
Offene Versammlung am 25.9.: Gemischte Themen mit dem "Potschamber" als Auftakt
Bereits zum vierten Mal hatte der Vorstand zur offenen Versammlung für Mitglieder und Gäste eingeladen. Zuerst ließen Carolin Olivares und Michael Wiegert die Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren, dann eröffnete Uwe Trier die Diskussion. Gefragt waren die Ideen und Anregungen der Mitglieder und Gäste.
Wie erwartet kam es zu einem regen Austausch. Interessanterweise begann die offene Runde mit einigen Anmerkungen zum Potschamber (auf Bretzenheimerisch: es Pissdippsche). Nun ja - warum auch nicht?
Inspiriert von der Fahne des Bretzenheimer Radclubs von 1901 wurde eine "Jubiläums-Radtour" für das nächste Jahr zur Sprache gebracht. Breiten Raum nahm die Diskussion über ein Angebot des Geschichtsvereins für Schulkinder ein. Angesprochen wurde die Bildung einer Projektgruppe. Insgesamt waren die Mitglieder mit dem vielfältigen Angebot des Vereins recht zufrieden, an der Sichtbakeit könnte allerdings noch gefeilt werden.
Bevor die Anwesenden zum inoffiziellen Teil mit Brezeln und Wein übergingen, wies der 1. Vorsitzende noch einmal darauf hin, dass zur Umsetzung der Ideen auch Personal benötigt wird. Der Vorstand braucht Verstärkung.
Impressionen vom Brezelfest
Im Hof der Familie Schmitt "An der Wied 15": Unsere Ausstellung, ein Stilleben und Gardisten

Zum zweiten Mal Maifeier auf dem Kirchplatz - ein gelungenes Fest
Es ging lebhaft her am Freitag, den 16.5. Bei der Begrüßung der Gäste streifte die Maikönigin alias Carolin Olivares die politische Geschichte des ersten Mai und ging dann vor allem auf die vielfältigen, regional sehr unterschiedlichen Bräuche ein. Bei der Erwähnung der Hexen, die in der Walpurgisnacht in den ersten Mai hineintanzen, erklang doch tatsächlich die Kirchenglocke.
Unsere "Vereins-Helden" im Monat April
Ein Wagen der Linie 8 ... Mit Dampf- und Straßenbahn nach Bretzenheim
Wie erwartet war der Vortrag am 10.4. über "die Acht" von Jürgen Waloschek, seines Zeichens Vorstandsmitglied und Redakteur im Verein der Straßenbahnfreunde, ein voller Erfolg. Nachdem die zweite Vorsitzende Carolin Olivares in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Vortrags als ein Stück Lokal - und Kulturgeschichte hervorgeheoben hatte, glänzte Jürgen Waloschek mit spektakulären Fotos, einem profunden Wissen und seiner Offenheit für Fragen und Bemerkungen des Publikum. Die Leute "machten mit". Es wurde ganz deutlich, die Bretzenheimer haben "die Acht" oder auch "die Elektrisch" nicht vergessen.
Zum dritten Mal "Blickpunkt Bretzenheim"
Nach der Premiere im Sommer 2024 hat sich die Führung von Axel Lischewski im Programm unseres Vereins zu einem echten Highlight entwickelt. (Ein ausfühlicher Bericht über die erste Führung finden Sie weiter unten auf dieser Seite.) Ein sicheres Zeichen für ihre Qualität und Beliebtheit ist die Tatsache, dass die Führung mittlerweile auch im Programm von "Geographie für alle" einen festen Platz hat.
Auch dieses Mal am 26.4. fanden sich doppelt so viele Interessenten ein wie angemeldet, auch dieses Mal war der Weg duch Bretzenheim ebenso kurzweilig wie spannend. Angedacht sind weitere thematische Führungen in der Zukunft. Bei der nächsten Führung wird es auch eine Überraschung für die Teilnehmer geben.
Digitalisierung in Bretzenheim: Die App ist in Betrieb
Über das Projekt "Stadtteil-App für Bretzenheim" haben wir schon ausführlich berichtet (siehe weiter unten). Natürlich nimmt unser Verein daran teil. aber dafür brauchen wir jemanden, der den Job übernimmt. Unser Mann für die App, also der "App man", ist Christopher Bley. Er wird unsere Veranstaltungen einpflegen und die Vereinslandschaft rundum im Auge behalten.
Bildergalerie von links nach rechts: Jürgen Waloschek, Axel Lischewski, Christopher Bley

Nur Oomberasch mit dem Bagaasch
Am 6. Februar folgten 57 Personen (!) der Einladung des Vereins zu einem Vortrag von Heide-Marie Vonderheit. Nach einem hervorragend recherchierten Streifzug durch die Kulturgeschichte des Mainzer und Bretzenheimer Dialekts mit Fokus auf dem französischen Einschlag präsentierte die geübte Rednerin Erinnerungsgeschichten und Knittelverse. Es gab so Einiges zu lernen, zu staunen und zu schmunzeln.
Chapeau, Madame!

Hier noch einige Momentausnahmen von der "Oomberaasch". Danke an Jürgen Waloschek für die Fotos.
Eine Stadtteil-App für Bretzenheim
Wir sind natürlich dabei
Jemand im Vereinsring Mainz-Bretzenheim e.V. hatte eine Idee. Wäre es nicht toll, alles, was in Bretzenheim geschieht, auf einer Plattform zu haben - Neuigkeiten jeder Art, Tagesaktuelles aus der Ortsverwaltung, das Angebot der Vereine …? Das war die Ausgangsüberlegung. Und es folgten Taten. Zusammen mit BRETZENHEIM gestalten e.V. schlug der Vereinsring dem Oberbürgermeister und der Wirtschaftsdezernentin ein Projekt zur Einführung einer Stadtteil-App vor.
Einsatz und Mut zur Innovation zahlten sich aus. Die Stadtverwaltung sagte die Finanzierung des Projektes zu. Am 27. Januar wurde die App in der Bretzenheimer Ortsverwaltung vorgestellt. Für den Verein für Heimatgeschichte Bretzenheim und Zahlbach e.V. nahmen Uwe Trier, Christopher Bley und Lucienne Großhans teil.
Welche konkreten Vorgehensweisen und Aktivitäten wurden beschlossen?
Die Kosten für die Einrichtung der App trägt die Stadt Mainz. Verantwortlich für den Betrieb der App ist BRETZENHEIM gestalten. Der Verein übernimmt auch die Betriebskosten für das erste Jahr. Die weitere Finanzierung wird geplant.
Es gibt eine Arbeitsgruppe Bretzenheim-App. Offiziell vorgestellt wird die App am Brezelfest. Allerdings wird sie im App Store schon früher vorhanden sein und zwar sobald sich die Arbeitsgruppe auf Details wie beispielsweise das Layout geeinigt hat. Die Dienstpläne für den Arbeitseinsatz der einzelnen Vereine beim Brezelfest sollen so früh wie möglich eingestellt werden.
Und wie ist die Meinung unseres Vorsitzenden Uwe Trier, der bekanntermaßen nicht zu Übertreibungen neigt?
Die App ist sehr gut gelungen, einfach in der Bedienung, auch für ältere Personen und sie ist für die Nutzer kostenfrei. Man kann gezielt auswählen, von welchen Vereinen man Push-Nachrichten erhalten möchte. Natürlich ist es absolut wichtig, dass die Vereine ihre Veranstaltungen zeitnah einstellen.
Die Fotos von Lucienne Großhans zeigen Uwe Trier (1. Vorsitzender unseres Vereins), Manfred Lippold (Ortsvorsteher von Bretzenheim) sowie einen jungen Mann aus einem bekannten und angesehenen Sportverein.
Unsere "Tage der offenen Tür" am Adventsmarkt
Reger Austausch, etwas Geschichte, viele Erinnerungen und Lifemusik
Nach der offiziellen Eröffnung um 15.00h am Samstag, dem 7. Dezember, dauerte es eine Weile, bis sich der Vereinsraum füllte. Erfreulicherweise besuchten uns "Alteingesessene" und "Neubürger", auch junge Leute und Kinder.
Unsere Ausstellung von Plakaten zu historischen Themen, mit denen der Verein sich bisher befasst hat, fand ebenso viel Anklang wie die Präsentation von Spielzeug aus den Zwanziger-, Fünfziger- und Siebzigerjahren. Die Kinder waren erstaunt, dass in früheren Zeiten aufwendiges Spielzeug wie Puppenküchen und Ritterburgen nach Weihnachten wieder abgebaut und für das nächste Jahr eingemottet wurde. Diese Information quittierten die jungen Zuhörer mit ungläubigem Kopfschütteln .
Ältere Besucher schwelgten häufig in Erinnerungen. Da ging es ums Schlittenfahren unter extremen Bedingungen und das strenge Gebot, sich der damals noch nicht kanalisierten Zaybach ja nicht zu nähern. Erzählt wurde von tagelangem Plätzchenbacken, vom Verse aufsagen und vom Flötenspiel vor dem Weihnachtsbaum - ob man wollte oder nicht. Geschmunzelt wurde bei der Erinnerung an 4711 und Duftseifen als Weihnachtsgeschenke für die Omas. Die jüngeren Besucher hörten aufmerksam zu. "Aufgepeppt" wurde die Veranstaltung durch die Aufnahmen unseres neuen Mitglieds, Lucienne Großhans, Film-Studentin. Ja - wir trauen uns was! Untermalt wurde das bunte Treiben mit dem Gitarrenspiel von Michael Wiegert.
So stellen wir uns das vor: Lokalgeschichte als Initialzündung für regen Austausch quer durch alle Altersgruppen. Was sich in der Vergangenheit bewährt hat, pflegen wir weiter; sind dabei aber immer bereit, etwas Neues auszuprobieren. Dank Lucienne verfügen wir mittlerweile sogar über einen Instagram-Account (Verein_Heimatgeschichte_BZ).
Lokalgeschichte und Geographie
So geht Vernetzung - yes!
Die Aufgeschlossenheit für neue Wege und eine offene Haltung zahlen sich aus! Die folgende Geschichte bietet Stoff für eine spannende Erzählung, ist aber genau so geschehen.
Bretzenheimer Privatpersonen kamen auf den Verein zu, weil sie sich für eines unserer Highlights, die Führung "Blickpunkt Bretzenheim" interessierten. Daraufhin nahm Axel Lischewski, unser Mann in Sachen Ortsführung, Kontakt mit "Geographie für Alle" auf. Natürlich ist er als ausgebildeter Stadtführer auch Mitglied beim GfA. Der gemeinnützige Verein "Geographie für Alle e.V. - StattReisen Mainz" wurde 1994 von Studenten und Professoren des Instituts für Geographie der Uni Mainz gegründet.
In der Erzählung würde jetzt so etwas stehen wie die Ereignisse überschlugen sich. Am 17.11. fand eine Probe-Führung unter der Leitung von Prof. Meyer vom geographischen Institut statt. Die Delegation setzte sich aus Vorstandsmitgliedern und im GfA organisierten Stadtführern zusammen. Wie erwartet, war das Event ein voller Erfolg.
Ab sofort steht die Führung "Blickpunkt Bretzenheim" im Programm der GfA.
So muss das sein: Vernetzung pur!

Fazit der Mitgliederversammlung: Lokalgeschichte hat viele Facetten
Von Weihnachten anno dazumal bis Demokratiegeschichte
Dem Regen zum Trotz fanden sich nicht wenige am 26.September im Dantehaus ein zur dritten offenen Mitgliederversammlung. Mittlerweile ist es gute Tradition, dass der Erste Vorsitzende Uwe Trier einen Einblick in die im aktuellen Jahr geleistete Arbeit des Vorstandes gibt, gefolgt von den Plänen für die nähere und fernere Zukunft. Danach sind die Ideen und Anregungen der Mitglieder gefragt. Und genau dieser offene Austausch gestaltete sich geradezu leidenschaftlich und war am Ende sehr ergiebig.
Wie in den vergangenen Jahren veranstalteten wir 2024, zusammen mit der AWO, einen Kreppelkaffee und nahmen am Brezelfest teil. Außerdem wurde die Tradition der Maifeier wieder belebt, allerdings findet sie nicht mehr an den Römersteinen statt, sondern auf dem Kirchplatz. Diese Veranstaltungen werden natürlich auch 2025 angeboten. Anlässlich des „Gefechts im Schlossgarten“ in Kirchheimbolanden vor 175 Jahren wurde der fünf Bretzenheimer gedacht, die in den Unruhen ihr Leben ließen. An der Gedenktafel gegenüber dem Rathaus wurden Blumen befestigt. Etwas Besonderes war die vereinsinterne Besichtigung des historischen Mahlraums der ehemaligen Regnerschen Mühle, der sich im privaten Besitz eines Vereinsmitgliedes befindet. Unbestrittenes Highlight war allerdings die Führung „Blickpunkt Bretzenheim“, die aufgrund der großen Nachfrage zweimal stattfand. Ausgeführt wurde sie von unserem Vereinsmitglied Axel Lischewski, einem ausgebildeten Stadtführer. Weitere thematische Führungen sind geplant. Nach langem Vorlauf und einigen Mühen ging im August unsere Webseite online.
Für die nähere Zukunft ist der Adventsmarkt in unserem Fokus. Der Verein öffnet seine Tore. Unter anderem ist eine kleine Ausstellung mit dem Spielzeug in Arbeit, das für unsere Großeltern und alle davor nur zu Weihnachten aufgebaut wurde. Langezeitprojekte wie Aufräumarbeiten, die mögliche Nutzung des Feuerwehrgerätehauses und die Katalogisierung unserer Artefakte sollen nicht unerwähnt bleiben.
Bei dem anschließenden Austausch kristallisierte sich ein großes Interesse der Mitglieder an Themen zur Demokratiegeschichte heraus. Eine rege Diskussion, durchaus kontrovers, gab es zu der Idee, vor dem Rathaus einen sogenannten Freiheitsbaum aufzustellen. Damit wird sich der Vorstand in nächster Zeit beschäftigen.
Am Ende wies Uwe Trier zum wiederholten Mal darauf hin, dass das doch recht umfangreiche Angebot von einem kleinen Vorstand gestemmt wird. Da stellt sich die Frage, wie lange wir das ohne Verstärkung in dieser Art und Weise durchhalten können. Vielleicht hat der Eine oder die Andere Interesse an einer Mitarbeit in unserem Vorstand.
Wir freuen uns auf Sie!
Die Führung "Blickpunkt Bretzenheim"
Eine gelungene Premiere
Am Samstag, den 6. Juli, trafen sich statt der angemeldeten zwanzig Teilnehmer circa vierzig Personen am Rathaus zu der vom Verein für Heimatgeschichte organisierten Führung durch Bretzenheim. Bei gutem Wetter, entgegen der Vorhersage, kamen ältere und jüngere Teilnehmer, Alteingesessene und „Neubürger“ schnell ins Gespräch. Der Heimatverein begrüßte auch hohen Besuch. Ottmar Schwinn, erster Vorsitzender des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, gab uns die Ehre.
Vieles von dem, was unser Vereinsmitglied Axel Lischewski, seines Zeichens ausgebildeter Stadtführer, berichtete, war auch für die Alteingesessenen durchaus überraschend. Bei dem Vortrag kam auch der Humor nie zu kurz. Immer wieder zog Axel Lischewski die Teilnehmer mit ein, beispielweise als er einen „Neubürger“ aufforderte, entsprechend dem „Dorfweistum“ aus dem Jahre 1578 sechzig Florin und einen ledernen Eimer abzugeben.
Neben den Legenden um den angeblichen Mord eines römischen Kaisers in der Villa Brittanorum war an dieser ersten Station das Kloster Dalheim ein wichtiges Thema. Im Mittelpunkt der Ausführungen stand die Äbtissin Anna von Reiffenberg aus dem sechzehnten Jahrhundert und ihr Amtmann Heinrich von Selbold, zuständig für alles Weltliche, so auch für den Bau des Rathauses. Dr Bau soll recht zügig vorangekommen sein! Die Teilnehmer erfuhren, dass seinerzeit beim Tod eines Unfreien das „Besthaupt“, das beste Stück Vieh, abgegeben werden musste. Frauen mussten gar das „Bestkleid“ opfern. An diesem Punkt ging ein Raunen durch die Reihen der Teilnehmerinnen.
Von der Bahnstraße, Endhaltestelle der „Acht“, führte der Weg über die Albert-Stohr-Straße, errichtet als „Arbeitersiedlung“, zum ehemaligen Evangelischen Bethaus in der Hochstraße, Ecke Pfarrer‑Veller‑Straße. Auch die Wege durch engere Straßen und Gassen stellten kein Problem dar. Manfred Lippold, Vereinsmitglied und neuer Ortsvorsteher, agierte häufig als „Lotse“, damit ältere Teilnehmer in Ruhe die Straße überqueren konnten. Allerdings erwiesen sich die Autofahrer sowieso als äußerst geduldig.
In der geschichtsträchtigen Wilhelmstraße fiel ein zu unserer Tour passendes Plakat im Schaufenster der Conditorei Nolda auf - ein Gemälde zum hundertjährigen Jubiläum.
Vorbei an den großen Toreinfahrten und Innenhöfen ehemaliger Bauernhöfe steuerte die Gruppe den Hof von Christopher Bley an, wo es etwas zu trinken gab und einige interessante Informationen zu einem bekannten Bretzenheimer Bürger.
Am Gänsmarkt staunten die Teilnehmer über die sogenannte „Leiterstruktur“ unseres Heimatortes. Als die Tour nach gut eineinhalb Stunden vor der Kirche St. Georg endete, besuchten viele Teilnehmer noch die jüdischen Gräber in der Dantestraße.
Beim Abschluss im Vereinsraum kam es bei einem Getränk zu regem Austausch. Eine kleine Präsentation zu den Stationen der Führung regte insbesondere ältere Herrschaften dazu an, Geschichten von früher zu erzählen.
Da ist zum Beispiel die Sache mit den Milchkannen. Wenn sie in der richtigen Weise geschlenkert werden, tritt keine Milch aus!
Rote Rosen für die Freiheitskämpfer
Am 14.6. wurde auf Initiative des Vereins für Heimatgeschichte Bretzenheim und Zahlbach der fünf Bretzenheimer gedacht, die vor 175 Jahren bei dem "Gefecht im Schlossgarten" in Kirchheimbolanden ums Leben kamen. An der Gedenktafel gegenber dem Rathaus wurden Blumen befestigt.
Nachdem Bayern nund Preußen die in der Paulskirche am 28.3.1846 beschlossene "Verfassung des deutschen Reiches" abgelehnt hatten, erbaten Vertreter der pfälzischen Kantone um Unterstützung gegen bayrische und preußische Truppen. Dabei fanden insgesamt siebzehn junge Freischärler aus Mainz, Bretzenheim, Marienborn, Ingelheim, Bingen und Gau-Weinheim den Tod.
An der Gedenkveranstaltung nahmen neben Vertretern des Vereins auch die damalige Ortsvorsteherin Frau Claudia Siebner und Anke Hönemann als Vertreterin der TSG teil.
Am gleichen Tag reiste Michael Wiegert, Schriftführer des Vereins und stellvertretender Ortsvorsteher, mit dem langjährigen Vereinsmitglied Heiner Stauder nach Kirchheimbolanden, um auch dort an der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Freiheitskampfes teilzunehmen.
(Auf dem zweiten Foto sind Michael Wiegert und Heiner Stauder im Schlosspark in Kirchheimbolandne zu sehen.)

Winfried Schmitt wird Ehrenmitglied
Bei der Jahreshauptversammlung am 28.01.2024 wurde das Gründungsmitglied Winfried Schmitt für seine Verdienste in unterschiedlichen Positionen mit einem Präsentkorb und einer Urkunde geehrt.
Ob als Vorsitzender, Beisitzer, Artikelschreiber, Geschichtsexperte - in jeder Funktion gab und gibt Winfried Schmitt sein Bestes.

Wir haben einen neuen Vorstand
Nachdem einige verdiente Mitglieder des Vorstandes signalisiert hatten, dass sie aus der ersten Reihe zurücktreten möchten, wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 12.10.2023 ein neuer Vorstand gewählt. Wir freuen uns darauf, die erfolgreiche Arbeit der "Gründer" weiterzuführen und außerdem neue Wege zu beschreiten.
Erster Vorsitzender: Uwe Trier; erste Stellvertreterin: Carolin Olivares; zweiter Stellvertreter: Dr. Rudolf Büllesbach; Kassiererin: Erika Fink; Schriftführer: Michael Wiegert; Beisitzer: Ursula Bell-Köhler, Christopher Bley, Manfred Lippold, Winfried Schmitt. Heinz Dang und Jürgen Blicke übernehmen die Kassenprüfung, Dr. Erich Zehnder bleibt Ehrenvorsitzender.
Auf dem Foto des neuen Vorstands fehlen Frau Bell-Köhler und Herr Lippold.

































































